Unfassbar, was diese Kinder in Kauf nehmen, um in die Schule gehen zu können!

Bildung ist wichtig, sehr wichtig. Die Möglichkeit, in wenigen Minuten einen modernen und sicheren Schulplatz zu haben ist keine Selbstverständlichkeit.Viele Kinder in armen Regionen der Welt nehmen tagtäglich enorme Strapazen und Risiken auf sich, um eine Schule besuchen zu können. Diese Kinder sind beeindruckend!

In der Ortschaft Genguan in China riskieren die Kinder tagtäglich ihr Leben, um in die Volksschule zu gehen. Die Kinder müssen auf einem schmalen Grat, teilweise weniger als einen halben Meter breit, entlang einer Felswand gehen, immer den tiefen Abgrund vor Augen. Es gibt einen anderen Weg zur Schule, allerdings wäre die Wegzeit dann täglich 2 Stunden länger. Und so nehmen die Kinder jeden Tag das Risiko auf sich…

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Quelle: amusingplanet
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In Sumatra auf Indonesien müssen die Kinder vom Dorf Batu Busuk in 10 Metern Höhe auf den Überbleibseln einer Hängebrücke über einen Fluss klettern. Im Anschluss wartet noch ein 7 Meilen Marsch durch den Regenwald bis zur Schule.

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In einem anderen indonesischen Dorf namens Sanghiang Tanjung leben die Kinder leider auf der falschen Seite des Ciberang Flusses, weshalb sie täglich über die zerstörte Hängebrücke klettern müssen. Mittlerweile haben Indonesien’s größter Stahlproduzet, PT Krakatau Steel, und einige NGOs sich entschlossen die 2012 durch ein Hochwasser zerstörte Brücke zu ersetzen.

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In diesem indonesischen Dorf laufen oder fahren die Kinder mit ihren Fahrrädern über eine desolate Brücke ohne jegliche Sicherheitsmaßnahmen. Der befahrbare Teil der Brücke besteht aus sehr schmalen Brettern und ist gerade mal einen Fuß breit. Ein Ausweichen ist hier immer ein Balanceakt in schwindliger Höhe….

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Auf den Philippinen verwenden die Kinder eines abgelegenen Dorfes in der Provinz Rizal den aufgeblasenen Schlauch eines Autoreifens, um damit über einen Fluss zur Schule zu gelangen. Wenn der Fluss zu viel Wasser führt sind die Kinder oftmals gezwungen bei Verwandten Unterschlupf zu suchen, da eine Überquerung zu gefährlich ist. Mittlerweile wurde bei den Behörden eine Hängebrücke beantragt – bleibt nur zu hoffen, dass diese bald erbaut wird, um diese waghalsigen Flussüberquerungen zu beenden.

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“Gondelbrücken” sind üblich in den Bergen von Nepal, wo es kaum vernünftige Strassen gibt. Die Kinder verwenden selbst gebastelte Planken, um sich damit entlang des Stahlseils in schwindelerregender Höhe über den Fluss zu ziehen. Sicherheitsmaßnahmen? Fehlanzeige. Leider passieren auch immer wieder Unfälle. Gott sei Dank arbeiten auch hier gemeinnützige Organisationen an einer Lösung des Problems, um sicherere Brücken für die Zukunft zu bauen.

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In Kolumbien, ca. 40 Meilen südöstlich der Hauptstadt Bogota, lebt eine Handvoll Familien in einem Dorf im Regenwald, welches über ein Stahlseil von einer Seite des Tals zur anderen gleiten muss – dies ist der einzige Weg um die Schule zu erreichen. Das Stahlseil ist beachtliche 800 Meter lang und schwebt in 400 Metern Höhe über dem reißenden Rio Negro – einfach gewaltig, welchen Mut diese Kinder jeden Tag beweisen.
Der Fotograf Christoph Otto hat dieses beeindruckende Foto geschossen: es zeigt Daisy Mora zusammen mit ihrem Bruder Jamid, welcher sich im Juttesack befindet, weil er mit 5 Jahren noch zu klein ist um selbst runterzuschwingen. Die beiden rauschen mit bis zu 80 km/h über das Tal und die “Fahrt” dauert ca. 1 Minute. Unglaublich!

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Quelle: amusingplanet

Um in die Grundschule in Pili (China) zu gelangen, müssen 80 Kinder durch die Berge der entlegenen Xinjiang Uighur Region. Dabei müssen weiters vier Flüsse durchquert werden sowie eine über 200 Meter lange Hängebrücke überquert werden.

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Wahren Mut zeigt das untenstehende Bild des Reuters Fotografen Ammar Awad aus dem Jahr 2010. Während der Unruhen zwischen israelischen Truppen und Palästinensern im Flüchtlingscamp Shuafat nahe Jerusalem geht ein kleines Mädchen scheinbar unbeirrt ihren Weg zur Schule. Die Straße ist von den Protesten übersäht mit Pflastersteinen, und die Streikräfte stehen mit voller Schutzausrüstung hinter dem Mädchen.

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Quelle: amusingplanet

Bildung ist ein kostbares Gut. 2003 gab es weltweit über 860 Millionen Analphabeten. Kaum vorstellbar, dass ca. 14% der Weltbevölkerung weder lesen noch schreiben konnte. Die Landkarte des Analphabetismus deckt sich mit der Landkarte der Armut. 95% aller Analphabeten kommen aus Entwicklungsländern. In Deutschland waren 2011 nach einer Studie der Universität Hamburg mehr als 14 % bzw. 7,5 Millionen funktionale Analphabeten.

Quellen: Wikipedia, Uni Bremen, amusingplanet