Manche Flughäfen sind eine Herausforderung für Piloten. Diese hier fordern ihnen alles ab!

Die nachfolgenden Beispiele zeigen einige der gefährlichsten Flughäfen der Welt – hier ist jede Landung und jeder Start ein echtes Abenteuer!

Tenzing-Hillary Airport, Lukla (Nepal)

Seit Jahrzehnten bereits ist dieser Flughafen das Tor zur Khumbu Region und damit zum Himalaya. Er ist benannt nach den beiden ersten Bergsteigern, die den Mount Everest bezwungen haben. Das Besondere an diesem Airport ist seine drei Kilometer lange, mit bis zu 12% Steigung bergauf führende Landebahn. Sie stellt einen echten Nervenkitzel für Besatzung und Passagiere dar. Während der Pilot beim Start darauf achten muss, genügend Schub zu geben, um nicht am Ende der Startbahn über die “Klippe” in das darunterliegende Tal zu stürzen, erfordert die Landung ein punktgenaues Abbremsen, da die Bahn auf der gegenüberliegenden Seite von einer steil bergauf ragenden Felswand begrenzt ist.

Und als ob dies noch nicht genug wäre, so verfügt dieser Flughafen über kein modernes Flugüberwachungssystem – ja noch nicht einmal eine Beleuchtung, da Strom in dieser abgelegenen Gegend Mangelware ist. Da versteht es sich von selbst, dass Flüge nur tagsüber stattfinden und die Piloten der einzigen zugelassenen Fluglinie Yeti eine Spezialausbildung absolvieren müssen.

Kansai International Airport, Osaka (Japan)

Japan’s zweitwichtigster internationaler Flughafen – befindet sich auf einer künstlich aufgeschütteten Insel inmitten der Osaka Bay.

Gibraltar Airport, Gibraltar

Der Flughafen von Gibraltar ist mit seinen 500m Luftlinie zur Stadtmitte der wohl zentralste Flughafen der Welt. Da kann es dann auch schon mal vorkommen, dass die Landebahn mit der Hauptverkehrsader kreuzt! Bei Start und Landung eines Flugzeuges werden dann einfach die Schranken heruntergelassen, so wie man es von einem Bahnübergang kennt.

Falls Sie über Gibraltar gedacht haben, es bestünde aus nicht viel mehr als einem riesigen Felsen, so liegen Sie damit durchaus richtig. Daher bleibt auch nur ein kurzer schmaler Streifen von ca 1,8 Kilometern zwischen diesem und dem Mittelmeer für eine Landebahn über.

Santa Catarina Airport, Madeira (Portugal)

Der Madeira International Airport war einst berüchtigt für seine äußerst kurz Rollbahn, die umrahmt von hohen Bergen und der See, eine Landung selbst für erfahrene Piloten zur Herausforderung machte. Bei seiner Inbetriebnahme im Jahr 1964 maß das Flugfeld gerade mal 1600m. Dies sollte einer Boing 727 zum Verhängnis werden, als es 1977 zu einer fürchterlichen Katastrophe kam. Das Flugzeug schoss bei der Landung über die Begrenzung hinaus, schlitterte über die Felsen und kam erst unten am Strand zum Stillstand. Nur 33 der 164 Personen an Bord überlebten das Unglück. Daraufhin fasste man den Beschluss, das Rollfeld zu verlängern. Landesseitig fehlte es an Platz und so wurden insgesamt 180 Pylonen – jeder von ihnen 70m hoch – in den Meeresboden gerammt, um zusätzliche Länge zu gewinnen.

Juancho E. Yrausquin Airport, Saba (Karibik)

Saba ist die kleinste Insel der Niederländischen Antillen und der Großteil der nur 13km2 Grundfläche wird vom Mount Scenery eingenommen, dem mit 877m höchsten “Hügel” der Niederlande. Das Rollfeld schafft es gerade mal auf 400m. Unmöglich, hier für einen eichten Passagierjet zu landen.

Toncontin Airport, Tegucigalpa (Honduras)

Auch der Flughafen in der Hauptstadt dieses zentralamerikanischen Landes kämpft massiv mit Platzproblemen, wie die folgenden Bilder eindrücklich darlegen. Umgeben von Bergen und nur 1,862m lang, ist es nur Kleinjets erlaubt, hier einen Anflugversuch in Angriff zu nehmen.